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Insekten und andere Missverständnisse 

Nach tagelangem Studium mehrstündiger Insektenpornos und darauffolgenden multiplen Augen-Gehirntransplantationen, beschloss ich nun doch mich über das Thema Insekten auszulassen.

„wenn ich all das noch wüsste was ich längst vergessen habe, würde ich viel mehr Kopfschmerzen haben“

Bastardometr 2017

Vergesst alles, was ich vorher über die wilden Delfine sowie teuflischen Ziegen geschrieben habe. Alles zerknüllen und ab in die Tonne, mit Kerosin tränken, anzünden, abbrennen lassen und auf der Asche Kasatschok oder Horizontal-Polka mit Brake-Dance Einlagen tanzen. (Der Film im Kopf läuft spätestens ab jetzt..YEAH!! )

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Die Insekten aller Arten begleiten mich schon mein ganzes Leben lang. Etwas habe ich dabei gelernt, und zwar zuerst das krabbeln (nach dem ich aufgehört habe dauerhaft zu sabbern wie ein undichter Hund), danach laufen reden saufen rauchen und zwar in der Reihenfolge und das gleichzeitig. Danach musste ich irgendwann mal in die Schule, wo ich alles mögliche lernte ausser Deutsch. Schule fertig, Ausbildung hinterher und so weiter und sofort. Ich möchte euch alle dreckigen (40+) Einzelheiten ersparen, die mich zu dem formten und stählten was ich jetzt bin.

Ich persönlich pflege ein sehr inniges und offenes Verhältnis zu Insekten. Besonders die Kakerlaken haben es mir angetan. Vornehmlich in der Küche hinter der Tapete oder dem Heizkörper zu finden, verweilen sie tagsüber in der Verborgenheit des Undergrounds und schlafen ihren Rausch aus. Aber sobald die Nacht anbricht, verwandeln sich diese harmlos aussehnede Fressmaschienen in wahre Partybiester, die regelmäßig ausschweifende Sexorgien feiern. Der evolutionäre Vorteil durch ständige Vermehrung ist der Schabe dadurch gesichert. Der Vorgang selbst ist eher unspektakulär. Männchen rennt rum, isst, säuft und versprüht sein Pheromon. Die Weibchen verwandeln sich durch diesen unwiderstehlichen Geruch in willige Sexsklavinen und erledigen dann den Rest, da das männliche Insekt eh voll  wie ein Eimer und dazu auch noch faul wie ein Stück Holz ist (an was erinnert es mich??). Kakerlaken fand ich in meiner Kindheit sehr nützlich, da sie die ganzen Essensreste vom Fussboden und Küchentisch aßen und ich dadurch weniger fegen musste. Mein Vater fand diese Plage nicht so toll und versuchte es immer wieder aufs neue sie los zu werden. Er schleppte immer neuere und bessere Gase und Gifte an, die Nachts in der Küche verteilt oder versprüht wurden. Doch diese erstaunlicherweise sehr zähen Insekten überstanden jeden so hartnäckigen Versuch des Genozids und kamen nach Paar Tagen Delirium nachts wieder aus allen Löchern gekrochen und feierten ihre Partys unbeeindruckt mit voller Härte weiter.

Die geilsten Böcke (huchu Ziege!) sind aber meiner Meinung nach die Gottesanbetermännchen. Kaum Geschlechtsreife erlangt will es sich paaren und nichts kann ihn davon abhalten, selbst der eigene Tod nicht. Lieber ist der Mantis religiosa (so die offizielle bezeichung) Typ tot als ein Leben lang keinen Sex gehabt zu haben. Das bestialische Gottesanbetrinweibchen wird beim Paarungsakt so hungrig, dass sie, während es die beiden noch mit einander wild treiben, das geile Männchen auffrisst oder danach. Schon schade für den Typen, dass er am Ende nur noch zur so einer Art „Zigarette danach“ degradiert wird. Wie lange treiben es die beiden mit einander verdammt? Kann das Weibchen vorher nicht etwas aus  dem Kühlschrank zaubern und sich satt essen? Naja. So will es die Mutter Natur halt. Meine Frau ( die ich sehr liebe und schätze) würde sagen: „Besser, dass der Mann nicht mehr da ist. Weniger Socken in der Wäsche und so. Ein Kind weniger zu versorgen“ Das sind wahrscheinlich die allerletzten Aufnahmen des noch glücklichen Paars. Sind die beiden nicht ein prächtiges Paar?…gewesen…die Augen des Männchens (oben) sprechen übrigens Bände.Fortpflanzung-8

Ähnlich brutal gehen nur einige frustrierte Spinnenarten und selbstsichere Skorpione vor. Überhaupt sind die Skorpione wohl die aller abgefahrendste Killergeräte, die sich die Natur einfallen lassen hat. Präzise zugestochen und Zapzarap. Selbst uns Menschen scheuen diese wunderschönen Geschöpfe nicht und haben schon vor ca. 450 Mio Jahren existiert und ihr Schrecken verbreitet. Ich kann nicht oft genug betonen, dass diese Spinnenart wohl so eine Art Königin im Insektenreich ist und bleibt.  Meine Faszination hat aber überhaupt nichts damit, dass ich mich durch mein Sternzeichen Skorpion für unglaublich und unkaputtbar halte, zu tun. Vielmehr ist es die naturgegebene Schönheit…skorpion

…ich schweife wieder ab…aber ist es nicht so, dass es kein anderes Insekt oder Spinnentier sonst zum Sternzeichen gebracht hat? Ich höre schon die Kritiker schreien „aber Krebs ist ja auch ein Insekt!“ Da streiten sich noch die Gelehrten, ausser mir. Bin mir ziemlich sicher und sage, die Krebse sind eine Art Fisch oder Tausendfüßler und sehr geldgeil und knauserig und dadurch sehr unsympatisch. Dazu gibt es eine sehr gut recherchierte Unterwasserdokumentationserie Spongebob Schwammkopf. Überzeugt euch selbst. Warum sie es dennoch zu einem Sternzeichen gebracht haben, bleibt wohl für immer ein Rätsel. Vielleicht haben die Vertretter der Krebse einem einflussreichem Mitglied des Sternzeichenkomitees ein gut gefüllten Fakelaki (Griechen unter euch werden wissen was es heisst) übergeben und somit eine Entscheidung zu ihren Gunsten herbeigeführt.

Nun zum Drogenkonsum der Krabbler. Was meint ihr warum diese Insekten und Spinnen es bis jetzt nicht geschafft haben die Weltherrschaft an sich zu reissen, trotz mehrfacher Zahlenüberlegenheit uns und anderen Tieren gegenüber? Warum klappt es nicht, sich über all die Geschöpfe auf der Erde zu erheben? Ich meine das Zeug dazu hätten sie ja allemal! Die meisten Arten der Insekten und Spinnen sind miteinander bis aufs Blut verfeindet und haben einen sehr hohen Rauschmittelkonsum. Das andauernde Blätter und Gräser verzehren bringt offensichtlich sehr hohen Rauschmittelmissbrauch mit sich. Die Pflanzen sind sehr heimtückisch und versuchen sich mit Produktion leichter Gifte (jaja, so kann man die Drogen auch verharmlosen) übers Wasser zu halten und zu schützen, haben aber nicht mit dieser Drogengier der Insekten gerechnet und schaffen es gerade so nicht auszusterben. Ich vermute sogar, dass die Insekten und Spinnen, die Pflanzen aus dem selben Grund nicht ganz ausrotten aus dem sie es andauernd verzeheren-Rausch Rausch YYYIIIIHHAAAAA!!!! RAUSCH!!! Und wir Menschen tun noch unser übriges. Ich erwähnte ja anfangs schon wie mein Vater den Konsum der Kakerlaken unterschätzte. Die Großbauer und die Lebensmittelindustrie besorgt den Insekten den Rest. Die hauen Millionen und Abermillionen Megatonnen an Insektiziden in die freie Wildbahn, um sich der Krabler zu entledigen. Bringt nichts! Die Käfer, Fliegen, Mücken, Schmetterlinge, Bienen, Wespen, Ameisen u.s.w. berauschen sich dankbar und sterben einfach nicht aus. Ganz schön hartnäckig.

In dem Sinne…
P.S.: Bonbon

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